Aus dem Leben eines Oberamtsrates | Winfried Brinkmeier

Aus dem Leben eines Oberamtsrates | Winfried Brinkmeier

Erinnerungen und Betrachtungen eines Beamten des gehobenen Dienstes

Nach über 40-jähriger Beamtenlaufbahn hat Winfried Brinkmeier reichlich Lebens- und Berufserfahrung. Er hat auch die Gabe unsere Politik und Gesellschaft akribisch unter die Lupe zu nehmen und sie punktgenau zu kommentieren.Diese kurzweilige Mischung aus Biografie und Gesellschaftskritik eröffnet dem Leser nicht nur einen Einblick in die Geschichte der Bundesrepublik, sondern auch eine reflexive Auseinandersetzung mit deren Politikern, Verwaltung und zukünftigen Herausforderungen.

ISBN 978-3-940063-80-9 | 14,95 Euro | Politische Biografie
352 Seiten | Taschenbuch | 14,8 x 21 cm | Kater Literaturverlag

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Pressestimmen

„Dem Leser wird eine Fülle von Informationen, insbesondere aus der Verwaltung des Bundes und der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland sowie der Politik geboten. Kritisch stellt der Autor aus seiner Sicht den Öffentlichen Dienst mit seinen Führungskräften auf den Prüfstand. Sein Privatleben und das seiner Familie gibt er ohne Tabus der Öffentlichkeit preis. Das ist sehr mutig, macht ihn aber zugleich angreifbar. Das Buch ist gut gegliedert in viele Kapitel, so dass man das Buch nicht unbedingt von vorn bis hinten in einem „Rutsch“ durchlesen muss, sondern die für einen besonderes interessierendem Kapitel vorziehen kann. Das Buch ist spannend geschrieben und liest sich sehr gut. Aus meiner Sicht wird aber der „Oberamtsrat“ zu sehr herausgestellt, dadurch könnten tüchtige Beamte niedriger Dienstgrade sich abgewertet fühlen. Das ist nicht gut, denn eine Verwaltung funktioniert nur dann effektiv, wenn auf allen Ebenen jeder sein Bestes gibt. Dazu verpflichtet uns der Beamteneid. Das kann aber nur geschehen, wenn jeder, egal auf welchem Posten, auch seine Anerkennung erhält. Mit Führungskräften, Politikern und der Presse geht er schonungslos um. Das macht ihn bei manchen nicht gerade beliebt. Die vielen zusammengestellten und eingeflochtenen geschichtlichen Begebenheiten lockern das Werk auf und zeigen dem Leser pointiert die Schwierigkeiten der heutigen Verwaltung, insbesondere in den Ministerien.“ … Hans Peter Schröder (Oberamtsrat a. D.)

„Der Autor hat es vorzüglich verstanden, Fakten und Wertungen aus dem Leben der Sicht eines erfahrenen und verdienten Ministerialbeamten darzustellen und damit einen hervorragenden Beitrag zum Verständnis und auch zur Abwehr weit verbreiteter Vorurteile gegenüber den Beamtentum geleistet. Leider ist es so, dass Beamte sich – aus welchen Gründen auch immer – nur selten, wenn überhaupt, in Publikationen zu ihrem Status und ihrer Funktion im Staat äußern. Es ist daher kaum verwunderlich, dass in den Medien die Beamtenschelte sich ungestrafter Beliebtheit erfreut. Mit besonderem Interesse habe ich die verständlich und auch zutreffend kritisch dargestellten beamtenrechtlichen Ausführungen gelesen, da ich immer noch vorwiegend mit allgemeinen beamtenrechtlichen, versorgungsrechtlichen und disziplinarrechtlichen Mandanten anwaltlich tätig bin.“ … Dr. jur. Hubert Minz (Präsident der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung a. D.)

„Der Autor schildert episodenhaft sein Leben, sodass man sein Buch sowohl wie einen Roman als auch wie ein Nachschlagewerk lesen kann. Personen und Ereignisse, die ihn – und seine Generation – beeindruckt und beeinflusst haben, werden einprägsam und treffend beschrieben. Dabei vermeidet der Autor Selbstbeweihräucherung, verschweigt seine eigenen Schattenseiten nicht und ist immer ehrlich bemüht Verständnis für die zu haben, die ihm nicht immer wohlgesonnen waren.
Das Buch ist aber auch ein Glaubensbekenntnis: trotz seines streng katholischen Elternhauses und seines distanzierten Verhältnisses zu kirchlichen Würdenträgern ist der Autor gläubiger Katholik geblieben. Er war immer bestrebt, nach seinen Überzeugungen zu leben, und ist oft den unbequemen Weg gegangen. Auch davon handelt dieses Buch.
Ich habe das Buch mit großem Interesse und viel Vergnügen gelesen.“ … Volker von der Dovenmühle

„Als Zeitzeuge seines beruflichen Weges kann ich seine Sachdarstellungen bestätigen. Aber nicht nur Erlebtes liest sich in größeren oder kürzeren Sequenzen kurzweilig, sondern der Autor hat den roten Faden, das Berufsbild des Oberamtsrates, nicht aus den Augen verloren. Das beginnt mit dem Titelbild, einem Symbol für ein Berufsleben im Büro: Ins Unendliche reichende, aufgestapelte Registraturkästen sowie Papier und Briefumschlag auf einer Schreibplatte.
Nach Art des klassischen Entwicklungsromanes des Bildungsbürgertums der letzten Jahrhunderte, besonders meisterhaft von Johann Wolfgang von Goethe in „Wilhelm Meisters Lehr und Wanderjahre“ gestaltet, hat der Autor teilweise in launischer Sprache ein Kaleidoskop von Zeitläufen, religiösen und politischen Erfahrungen und mutig auch sehr Persönlichem ausgebreitet. Tatsächlich, seit seiner Ausbildung in der Abteilung Z im Bundesverwaltungsamt (BVA) in Köln, damals am Rudolphplatz (heute Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl bei Bonn), wo ich ihn damals als Lehrkraft in das Europa-und UN-Recht eingeführt habe und als Referent in der Wiedergutmachungsabteilung ihn als Sachbearbeiter erlebte bis zu seiner Tätigkeit im Bundesgesundheitsministerium in Bonn, hat der Autor die auf wissenschaftlicher Grundlage praxisorientiert erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten im Interesse der Bürger umgesetzt. Die Wertschätzung dieser Tätigkeiten zeigt die Durchlässigkeit vom „gehobenen bis in den höheren Dienst“.
Die aussagekräftige Gliederung macht neugierig. Die Lektüre erfüllt die Erwartungen des Fachmannes (m/w), wie auch einer vielfältigen Leserschaft. Der Artikel am Ende des Buches verlangt eigentlich nach mehr. Warum nicht einzelne Themenkomplexe demnächst in verschiedensten Zeitschriften weiteren Leserschichten zugänglich zu machen.“ … Ass.jur. Helmuth Hoffstetter

„Das Buch meines Kollegen Brinkmeier habe ich am 2. Juni 2012 gekauft und ihm in der Amazon-Liste die fünf Sternchen zugebilligt, die ich ihm hier auch gebe. Ich lese gerne Biographien von Menschen, die ich selbst kenne: Das gibt immer einen vielfachen „Aha-Effekt“ vor dem Hintergrund „hätte ich das gedacht ?“ und natürlich vor dem Hintergrund „hätte ich das auch so gemacht?“ Natürlich lese ich nur solche Biographien gerne, die ehrlich sind und Probleme (gelöste und ungelöste) erkennen lassen. In dem Sinne gefällt mir das Buch. Der Leser findet hier nicht die Beschreibung eines Berufsstandes, sondern den Versuch einer nachträglichen (anerkennenden oder strafenden) Kritik von Entscheidungen, wie sie jeder von uns (an der einen oder anderen Stelle) treffen muß. Der Leser wird sich das ebenso fragen und gerne ein eigenes „Urteil“ bilden. Natürlich frage ich mich nach der Lektüre dieses Buches auch, ob ich denn mir selbst (und anderen) gegenüber so ehrlich gewesen wäre, wie der Autor dieses Buches, vor allem, wenn ich mir vorstelle, dass das ja auch meine Freunde, meine Nachbarn, meine Kollegen und sogar meine Familie lesen und erfahren könnte, was ich da geschrieben habe. Klar ist, dass man schon dem Titel entnehmen kann, dass der Autor gerne Oberamtsrat gewesen ist, weil ihm das eine gewisse Erfüllung gegeben hat. Es hätte aus der Sicht des „urteilenden Lesers“ auch jede andere berufliche Aufgabe sein können.
Nur, und da mache ich auch selbst einen Fehler: Auf den Beruf kommt es dem Autor gar nicht so sehr an. Man wird nur durch den Buchtitel verleitet, dies so zu interpretieren. Hier geht es um ganz persönliche und zeitbezogene Lebensprobleme. Diese sind hier so abgehandelt, dass man – wenn man das Buch gelesen hat – hierin viel eher so etwas wie ein „Zeitzeugnis“ findet über das es sich aus meiner Sicht wirklich lohnt nachzudenken und aus dem Nachdenken eine eigene Stellungnahme abzuleiten.
Aus meiner Sicht hat das Buch seine fünf Sternchen verdient, wobei ich gerne zugebe, dass ich den Kollegen Brinkmeier aus meiner eigenen beruflichen Zeit sehr schätze, aber auf den Beruf kommt es ja – wie gesagt – gar nicht so sehr an.“ … J. Braune-Krickau, Oberamtsrat a. D., Bonn