Kolb, Siegfried

Siegfried Kolb

AUTOR | … geboren am 12.05.1942 verlebte seine Kindheit auf einem Gutshof bei Wangen im Allgäu, bis er aufgrund der beruflichen Wege seines Vaters regelmäßig den Wohnort wechseln musste.
Der gelernte Kunststoffformgeber fuhr mehrfach zur See, wo seine ersten Geschichten entstanden.
Die Literatur ließ ihn irgendwann nicht mehr los, weshalb er sich seit einigen Jahren auf seine schriftstellerische Tätigkeit konzentriert.
Sein Erfolg gibt ihm recht, so entstanden aus seiner Feder zahlreiche Kurzgeschichten. Momentan arbeitet er an einem Liebesroman.

Ich habe zwar auch eine Menge gelesen, aber besonders gerne habe ich in der Volksschule Aufsätze geschrieben
Interview mit dem Autor Siegfried Kolb

Geboren am 12.05.1942 verlebte Siegfried Kolb Kindheit auf einem Gutshof bei Wangen im Allgäu, bis er aufgrund der beruflichen Wege seines Vaters regelmäßig den Wohnort wechseln musste. Der gelernte Kunststoffformgeber fuhr mehrfach zur See, wo seine ersten Geschichten entstanden.
Die Literatur ließ ihn irgendwann nicht mehr los, weshalb er sich seit einigen Jahren auf seine schriftstellerische Tätigkeit konzentriert.
Sein Erfolg gibt ihm recht, so entstanden aus seiner Feder zahlreiche Kurzgeschichten. Kultur-macht sprach mit dem Autor über sein Werk „Der Diamantendieb“.

Kultur-macht: Ihr Werk „Der Diamantendieb“ ist ein Jugendkrimi. Oft spricht man davon, dass Autoren entweder zuerst die Idee zu einer Geschichte haben und dann die Figuren suchen – oder zuerst die Figuren, um dann eine Geschichte um diese schreiben. Wie war das bei Ihnen – wer oder was war zuerst da?
Siegfried Kolb: Bei mir ist das unterschiedlich. Beim Hühnerschreck und beim Jungenvon der Alm waren zuerst die Personen und dann die Idee zur Geschickte vorhanden. Der Junge von der Alm war ein Bild aus einem Schreiblehrgang, zu dem man eine Geschichte erfinden sollte, was mir überhaupt keine Schwierigkeit darstellte, weil mein Cousin auf der Alm bei Oberstaufen aufwuchs. Und beim Hühnerschreck ist es mir selbst passiert. Nur, dass ich meine Schwester gegen einen Bruder tauschen musste. Überwiegend stelle ich mir aber erst eine Geschichte vor und dann die Personen.

Kultur-macht: Welche Ihrer Figuren ist Ihnen besonders ans Herz gewachsen?
Siegfried Kolb: Nancy, das türkische Mädchen habe ich von einer türkischen Arbeitskollegin abgeleitet. Eine wundervolle Mitarbeiterin! Und auch Karl, der auf der Alm lebte.

Kultur-macht: Die Insel im Moorsee, ist diese aus einer Erinnerung entstanden? Gibt es hierzu eine reale Vorlage oder war es reine Fantasie?
Siegfried Kolb: Diese Geschichte sollte eigentlich ein richtiger Krimi werden. Sie ist reine Fantasie. Das Wurzacher Moor war auch zu weit weg von den Bergen und der Alm.

Kultur-macht: Viele Autoren haben in Ihrer Kindheit und Jugend viel gelesen, war dies auch bei Ihnen so? Wann entstand die Verbundenheit zur Literatur bzw. wann haben Sie Ihr eigenes Talent als Schriftsteller entdeckt?
Siegfried Kolb: Ich habe zwar auch eine Menge gelesen, aber besonders gerne habe ich in der Volksschule Aufsätze geschrieben. Das ist später etwas eingeschlagen wegen anderer Hobbys wie Modellbau, Fotografieren, Töpfern. Doch als ich mit 55 Jahren meine Lehre zum Kunststoffformgeber nachholte, hatte ich geglaubt, dass meine technischen Zeichnungen gut seine. Ich wurde leider eines besseren belehrt. Doch meine Deutschaufgaben waren viel besser. Dies gab mir den Anlas, doch einen Belletristikfernkurs zu belegen, damit ich, wenn ich mal in Rente gehe, eine sinnvolle Tätigkeit haben werden. Leider hatte ich erst beim dritten Anlauf die nötige Zeit ich auch abzuschließen, was mir sehr viel Freude bereitet hatte. Und ich zog es auch, obwohl ich doch schon einiges nur begonnen hatte!

Kultur-macht: Ihre Kindheit haben Sie auf einem Gutshof bei Wangen im Allgäu verbracht und fuhren mehrfach zur See. Ziehen Sie Ihre Ideen aus den gemachten Erfahrungen?
Siegfried Kolb: Nicht unbedingt. Ich spielte damals einige Jahre mit der gleichaltrigen Tochter des Schriftstellers Herrn Ellermann, dem der Hof gehörte und immer wieder aus der Schweiz herkam, um in Ruhe schreiben zu können. Was allerdings sehr schwierig sein konnte, bei seiner kleinen und lebhaften Tochter. Wir haben allerdings auch zusammen lustige Sachen vollbracht, was man noch in einigen Geschichten einbringen könnte.
Dass mir die Seefahrt mit 19 Jahren nicht mehr so sehr zusagte, daran war allerdings hauptsächlich der jeweilige Magenzustand Schuld und die hohen Wellen, die mir auch heute noch Schwierigkeiten bereiten mit Übelsein und Erbrechen. Es gibt zwar heute gewisse Mittel, die so etwas verhindern können … trotz allem war es ein Erlebnis, unter haushohen Ostseewellen ein Küstenmotorschiff zu steuern.

Kultur-macht: Sehen Sie sich als reiner Jugendliteraturautor oder arbeiten Sie bereits an weiteren Werken, evtl. anderer Genre? Können Sie uns schon etwas über Ihr nächstes Werk verraten? Wird es eine Fortsetzung der „schwarzen Falken“ geben?
Siegfried Kolb: Ich bin kein ausgesprochener Jugendliteraturautor. Ich habe zwar noch ein Märchen mit dem Titel: „Im Tal der goldenen Maulwürfe“ geschrieben, dieses wurde jedoch noch nicht veröffentlicht. Ansonsten bin ich derzeit fast fertig mit einem Roman, der mehr einen Liebes- oder Lebensroman darstellt.
Es könnte aber auch noch nach einigen Überlegungen eine Fortsetzung der „Schwarzen Falken“ geben. Es gibt da noch einige Geschichten, die man zusammenbauen könnte. Mal sehen …

Kultur-macht: Was fasziniert Sie am Schreiben?
Siegfried Kolb: Ich finde es einfach schön, seine Gedanken auf das Papier zu bringen. Das kann überall und zu jeder Tages- und Nachtzeit geschehen und man braucht dazu nur Papier und einen Stift. Keinen Strom für einen PC oder sonstiges. Ich schreibe meine Anfangstexte nur von Hand, weil ich damit schneller bin. Wenn ich das Zehnfingersystem beherrschen würde, wäre es vielleicht etwas anderes. Aber im Moment ist es so, dass ich schauen muss, dass ich mit dem Schreiben nachkomme, wenn mir die Gedanken so schnell einfallen. Schreiben macht mir unheimlichen Spaß. Und wenn sich dann auch noch ein Verlag für so ein Werk findet, ist das doch erst recht schön.

Kultur-macht: Sie haben sich für die Iris Kater Verlag & Medien GmbH in Viersen entschieden. Wie entstand diese Entscheidung? Sind Sie mit der Umsetzung Ihres Werkes zufrieden? Entspricht es Ihren Vorstellungen?
Siegfried Kolb: Ich wurde von der Mitarbeiterin des Redaktionsbüros, Petra Lenzen, so persönlich und freundlich umsorgt, dass es mir eine Freude war mit der Iris Kater GmbH zusammen zu arbeiten. Sie hat mir wieder Mut gemacht, den ich schon fast verloren hatte, da die großen Verlage mir als neuen Autor keine Chance gaben.
Die Berichte in der Presse waren durchweg positiv und auch die Meinung derer, die meinen Diamantendieb gelesen haben.

Informationen zum Buch:
Siegfried Kolb | Der Diamantendieb | Jugendkrimi | ab 8 Jahre | ISBN/EAN: 9783944514147 | Illustrationen: Hanna Langer | Seitenzahl: 100 | Taschenbuch | 9,95 Euro (D) | KATER PR